Lars Lindemann, MdB erklärt zur Neuwahl des Bundespräsidenten:
"Die Suche eines Präsidentschaftskandidaten sollte sich nicht nach parteitaktischen Kriterien richten. Da das Präsidentenamt ein repräsentatives ist, kommt ihm besonders in schwierigen Zeiten eine wichtige integrative Funktion zu, die Horst Köhler verstanden hat. Gerade dieser repräsentative Charakter seines Amtes gibt dem Präsidenten die Chance, jenseits von Parteiengezänk, ideelle und moralische Orientierung zu geben. Unsere Gesellschaft steht gerade vor grundlegenden Veränderungen, die wir nicht länger aufschieben können und dürfen.
Der Kandidat muss vermitteln können, dass unser Gemeinwesen auf seinem hohen Niveau und in seiner großen Lebensqualität nur überleben kann, wenn wir endlich die Verhärtung der Fronten lösen und reformfähig werden.
Gerade in der Zeit dieser historischen Herausforderungen hat es keinen Sinn, Ängste und Abwehr zu schüren. Ein guter Präsident muss Glaubwürdigkeit, Mut und Vertrauen ausstrahlen und der Bevölkerung Aussicht auf Erfolg geben. Gefährlich wird es nur, wenn wir weiterhin nichts ändern.
Der Ruck, den einst Roman Herzog forderte, ist nie erfolgt. Der neue Präsident sollte sich dieses Themas wieder annehmen.
Die Diskussion darüber, wer diese Kriterien erfüllt, ist in der FDP-Fraktion bisher noch nicht geführt worden. Darum sind einseitige Vorfestlegungen, innerhalb der Regierungskoalition, nicht zielführend."








