Czaja zur Zukunft des BER: Soll es die zweite Garde richten?

„Es ist nicht zu glauben, aber der BER hat immer wieder neue Überraschungen zu bieten: Jetzt soll es also die zweite Garde richten! Auch das Land Berlin will wie die anderen Gesellschafter – Bund und Land Brandenburg – „nur noch“ Staatssekretäre in den Aufsichtsrat entsenden. Da fragt man sich doch unwillkürlich, was bitte der Regierende Bürgermeister Michael Müller an der Empfehlung des Landesrechnungshofes Brandenburg „fachlich“ und „optimal“ eigentlich nicht verstanden hat? Bislang jedenfalls glänzten die bereits in dem Gremium sitzenden Politiker nicht gerade mit ausgewiesener Expertise. Denn eine Eröffnung des „Fluch“hafens ist nach wie vor in weiter Ferne.


Der koalitionsinterne Aspekt der neuerlichen Entwicklung ist fast noch bemerkenswerter. Denn derzeit lässt sich nicht mehr genau feststellen, wer Schwanz , Schnauze oder Hund ist und wer gerade mit wem wedelt. Während die Linke nach dem Motto „Is mir doch egal“ operiert, spielen die Grünen Popeye und lassen die Muskeln spielen. Dass das zu mehr Professionalität am BER und einem baldigen Eröffnungstermin führen wird, darf mehr als bezweifelt werden. Vielmehr hat man den Eindruck, dass der noch amtierende Aufsichtsratsvorsitzende die Parole ausgegeben hat: Wo wir sind herrscht das Chaos, doch leider können wir nicht überall sein.“