Den Kämpfern für Einheit und Freiheit

Mit einem Blumenmeer aus Kränzen haben politische Parteiten und Organisationen am Brandenburger Tor in Berlin der Opfer der Märzrevolution von 1848 gedacht. Der Traum der Märzgefallenen von der freien Republik sollte sich erst sehr viel später erfüllen.

Liberale denken am 18. März auch an die ersten und letzten freien Wahlen in der DDR im Jahr 1990 und den viel zu frühen Tod ihres Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle 2016.

Freiheit und Einheit sind niemals gesichert. Für sie muss täglich geworben werden.

Was 1848 auf den Straßen Berlins, aber auch Bayerns, Frankreichs, Österreichs, Ungarns und an vielen anderen Ortern ersehnt wurde ist heute gefährdeter demokratischer Alltag. Der Parlamentarismus hat den politischen Diskurs von der Straße in die Sitzungssäle gebracht. Der Geist von 1848 verpflichtet uns, die große Errungenschaft von Demokratie, von Einheit in Freiheit, in Herz und Sinn zu bewahren und gegen die Feinde der offenen Gesellschaft, die Gegner von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit zu behaupten und zu verteidigen. Das schulden wir nicht nur den Opfern von 1848, sondern auch uns selbst und allen, die nach uns kommen.