Heute vor 75 Jahren: Eduard Hamm stirbt in Gestapo-Haft. Die FDP erinnert an einen liberalen Wirtschaftspolitiker im Widerstand

Am Montag, 23. September 2019, 18.15 Uhr,

am Haus Otto-Suhr-Allee 143, 10585 Berlin,

erinnern Berlins Liberale an Dr. Eduard Hamm,

Mitglied des Reichstages und Reichswirtschaftsminister.

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf,
Christoph Meyer MdB, Landesvorsitzender der FDP Berlin, und

Sebastian Czaja MdA, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Abgeordnetenhaus

haben gemeinsam mit Prof. Dr. em. Wolfgang Hardtwig, der Verfasser einer umfassenden Biographie zum Leben des führenden Repräsentanten der Deutschen Demokratischen Partei ist, eine Gedenktafel enthüllt.

Dr. Eduard Hamm (1879-1944) war als Mitglied der liberalen Deutschen Demokratischen Partei Reichstagsabgeordneter (1920-1924) und Reichswirtschaftsminister (1923-1925) in den Krisenjahren der jungen Weimarer Republik.

Als geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Deutschen Industrie- und Handelstages (1925-1933) bezog er gegen die Politik der NSDAP Stellung. Nach der „Machtergreifung“ der NSDAP wirkte er als Anwalt.

Eduard Hamm starb am 23. September 1944 unter bis heute ungeklärten Umständen in Gestapo-Haft. Er war nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet worden.

Die aus privaten Spenden finanzierte Gedenktafel wird an dem Haus Otto-Suhr-Allee 143, 10585 Berlin (zu Lebzeiten Hamms Berliner Straße 97, Berlin-Charlottenburg), angebracht, in dem Eduard Hamm von 1925 bis 1931 wohnte.

Hinweis: Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit erinnert im Anschluss an die Enthüllung der Gedenktafel um 19.00 Uhr im Rathaus Charlottenburg in einer Gedenkveranstaltung mit unter anderem Prof Dr. Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, und Angehörigen des Wirtschaftspolitikers im Widerstand an Eduard Hamm, einem Verfassungspatrioten und Vernunftrepublikaner.