Antisemitismus ist kein künstlerisches Statement – Berlinale braucht Konsequenzen
Die FDP Berlin fordert nach dem Anti-Israel-Skandal eine Neuaufstellung der Berlinale-Leitung. Gerade in Berlin darf es keine Toleranz für antisemitische Entgleisungen auf internationaler Bühne geben.
BERLIN. Christoph Meyer, Landesvorsitzender der FDP Berlin, zur bisherigen Entscheidung, die Chefin der Berlinale Tricia Tuttle nach dem Anti-Israel-Skandal im Amt zu belassen:
„Die Entscheidung, Tricia Tuttle trotz der massiven Kontroverse weiter im Amt zu belassen, ist beschämend für unsere Hauptstadt und sendet das falsche Signal im Kampf gegen jeden Antisemitismus. Gerade in Berlin darf es keine Toleranz für antisemitische Entgleisungen auf einer internationalen Bühne geben – Antisemitismus ist kein künstlerisches Statement, sondern ein Tabu, das strikt eingehalten werden muss. Dass nun nur Auflagen und ein Beirat reichen sollen, ist für uns nicht ausreichend; Kai Wegner muss sein übliches Betroffenheitsritual überwinden. Er muss jetzt Stellung beziehen, ob er Tricia Tuttle trotz des Skandals im Amt halten will und wenn ja, warum. Für uns ist klar: Die Berlinale muss wieder zu einem Ort des Respekts und der kulturellen Vielfalt werden, nicht der politischen Spaltung. Wir fordern, dass die Leitung der Berlinale unverzüglich neu und mit einem deutlichen Bekenntnis gegen jede Form von Hass neu besetzt wird.“