Vandalismus legt Berlins S-Bahn lahm – Senat verliert weiter die Kontrolle

Vandalismus, Ausfälle, Frust bei tausenden Pendlern: Die erneuten Störungen auf der Nord-Süd-Strecke der Berliner S-Bahn zeigen, wie verwundbar die Infrastruktur der Hauptstadt geworden ist. FDP-Landesvorsitzender Christoph Meyer kritisiert das Versagen des Senats und fordert konsequentes Handeln gegen Vandalismus und für einen handlungsfähigen Staat.

BERLIN. Christoph Meyer, Landesvorsitzender der FDP Berlin, zu längerfristigen Ausfällen bei der Berliner S-Bahn auf der Nord-Süd-Strecke aufgrund von umfassenden Vandalismusschäden:

„Vandalismus ist inzwischen der Normalzustand in Berlin geworden. Der CDU-geführte Senat war angetreten mit dem Anspruch, Berlin besser zu machen. Nach mehr als drei Jahren muss man feststellen: es ist schlimmer geworden. Die neuesten Ausfälle bei der S-Bahn sind mehr als nur ein Ärgernis für Tausende von Pendlern. Sie sind symptomatisch für eine Stadt, die die Kontrolle verliert. Und die Untätigkeit des Senats, der ihn tragenden Fraktionen im Abgeordnetenhaus und Bezirksverwaltungen sind nur noch schwer zu ertragen. Berlin hat Besseres verdient und Berlin kann auch mehr. Unsere Infrastruktur braucht ein Update, um die Störanfälligkeit zu minimieren. Wir brauchen eine schnelle Eingreiftruppe gegen Müll und Vandalismus. Und Täter müssen wieder Angst haben, erwischt und zur Verantwortung gezogen zu werden. Das schaffen wir nur mit einer Polizei und Justiz, deren Ausstattung auf der Höhe der Zeit ist. Darauf muss sich der Senat konzentrieren – auf die Erfüllung der Kernaufgaben des Staates.“