Cyberangriff auf Senatsverwaltungen: FDP fordert echte Sicherheitskultur und bessere IT-Bezahlung
Die FDP Berlin fordert als Reaktion auf den Cyberangriff auf zwei Senatsverwaltungen eine grundlegende Modernisierung der IT-Sicherheit des Landes. Nach der temporären Isolation der Betroffenen vom Landesnetz verlangt FDP-Generalsekretär Peter Langer eine schnelle Aufklärung der Ursachen sowie der Schadenshöhe. Cybersicherheit dürfe in der Verwaltung kein Nischenthema mehr sein, sondern müsse angesichts gezielter Angriffe als kritische Infrastruktur prioritär behandelt werden. Die Liberalen dringen auf den Einsatz automatisierter Sicherheitssysteme, konkurrenzfähige Gehälter für IT-Fachkräfte und den Aufbau einer gesamtstädtischen Informationssicherheitskultur.
BERLIN. Peter Langer, Generalsekretär der FDP Berlin, zum heute öffentlich gemachten Cyberangriff auf die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz:
„Wenn zwei Senatsverwaltungen vom Landesnetz isoliert werden müssen, ist das ein ernstzunehmender Vorgang. Solche Angriffe sind schon lange Realität, teils durch hybride Kriegsführung zum Beispiel Russlands oder auch durch organisierte Banden von Kriminellen. Jetzt müssen Ursachen und mögliche Schäden schnell und vollständig aufgeklärt werden. Gleichzeitig müssen wir aufgrund der geopolitischen Lage und technologischen Entwicklung damit rechnen, dass es noch häufiger zu solchen Angriffen kommen wird.
Deshalb darf Cybersicherheit darf nicht erst im Krisenfall Priorität haben. Die digitale Verwaltung ist Teil der kritischen Infrastruktur unserer Stadt. Wir brauchen modernste automatisierte Sicherheitssysteme, deutlich mehr hochqualifizierte Fachkräfte und eine Bezahlung, mit der das Land im Wettbewerb um IT-Spezialisten überhaupt bestehen kann. Vor allem braucht Berlin endlich eine Verwaltung, in der Informationssicherheit nicht als Aufgabe einzelner IT-Abteilungen verstanden wird, sondern als gemeinsame Sicherheitskultur.“