Wegner-Skandal weitet sich aus: FDP fordert sofortigen Rücktritt als Regierungschef

Die FDP Berlin fordert nach neuen Enthüllungen des Bundeskanzleramts den sofortigen und vollständigen Rücktritt von Kai Wegner als Regierender Bürgermeister. Der bloße Verzicht auf die Spitzenkandidatur reicht laut Landesvorsitzendem Christoph Meyer nicht aus: Ein weiteres Verbleiben im Amt schadet dem Ansehen der Hauptstadt massiv. Meyer nimmt auch die Berliner CDU und deren neuen Spitzenkandidat Stefan Evers in die Pflicht: Sie müssten Verantwortung übernehmen und Wegners Rücktritt notfalls erzwingen, statt ihm Dankesbekundungen auszusprechen. Auch eine erneute Kandidatur Wegners für das Abgeordnetenhaus sei politisch nicht mehr vermittelbar.

BERLIN. Christoph Meyer, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP Berlin, fordert den Rücktritt von Kai Wegner als Regierender Bürgermeister aufgrund weiterer Enthüllungen: 

 

Keine vier Stunden nach Wegners Rückzug von der Spitzenkandidatur enthüllen die Veröffentlichungen des Bundeskanzleramts weitere Unwahrheiten des Regierenden Bürgermeisters. Stück für Stück bricht das Lügengebäude zusammen. Will man allen Ernstes einen notorischen, uneinsichtigen Lügner an der Spitze unseres Bundeslands dulden - wegen der Erleichterung, dass er einen Teilrückzug erklärt hat, oder damit er beim Übergangsgeld besser gestellt ist? Wie unwürdig muss es für das Ansehen der Hauptstadt noch werden? Das Selbstverständliche ist in Berlin längst kein Maßstab mehr. Genug ist aber genug!

Der Verzicht auf die Spitzenkandidatur reicht nicht aus. Kai Wegner muss jetzt und sofort als Regierender Bürgermeister zurücktreten. Auch eine erneute Kandidatur für das Abgeordnetenhaus ist politisch nicht mehr vermittelbar. Zugleich wirft das Verhalten des Bundeskanzleramts erhebliche Fragen auf. Warum wurden diese entscheidenden Informationen erst jetzt veröffentlicht? Die Berliner CDU und ihr neuer Spitzenkandidat Stefan Evers müssen ihre Danksagungen an Kai Wegner einstellen und endlich Verantwortung übernehmen. Wenn Kai Wegner nicht freiwillig zurücktritt, muss die CDU seinen Rücktritt als Regierender Bürgermeister durchsetzen.“